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Punschspitz

Punschkrapferl, PunschspitzDie Punschspitze hab ich schon vor längerer Zeit gebacken. Der Grund, warum ich sie heute veröffentliche ist, dass ich gestern bei einem Freund einen Rum probiert habe, der mich sehr an die Punschspitze erinnert hat. Eigentlich mag ich keinen Rum, nur zum Backen. Aber dieser spezielle Rum hat so gut geduftet, dass ich ihn kosten musste. Er roch nach Vanille und Weihnachten und vor allem nach Punschkrapferl. Geschmeckt hat er nicht so gut… Er wäre aber ideal für dieses Rezept gewesen.

Zu Hause habe ich ein Lieblingscafé, in dem ich mich regelmäßig mit meinen Freundinnen zum Tratschen und Kaffee Trinken (in meinem Fall: Tee Trinken) treffe. In diesem Café gibt es leckere Punschspitze: kleine, zuckersüße, in Rum getränkte Kuchenstücke, überzogen mit einer pinken Glasur. Ich wollte die kleinen Kunstwerke schon lange nachbacken, hab aber kein passendes Rezept gefunden. Ich habe dann selbst etwas improvisiert und mit meinem Rezept das Original ziemlich gut getroffen. Die Punschspitze sind zwar ähnlich aufwendig wie Cakepops, es lohnt sich aber.

I baked the Punschspitze some time ago. The reason to post them now is, that i tried a special kind of rum at a friend´s party yesterday and the taste reminded me of Punschspitze. Actually I don´t like rum, only for baking. But this rum smelled so delicious like vanilla, christmas and Punschkrapferl that I had to try it. The taste was not overwhelming, but it would have been perfect for this recipe. 

In my hometown I have a favourite café, where I like to meet my girlfriends to chat and drink a cup of coffee (in my case: cup of tea). They have sweet little Punschspitze in this café: a variation of  the austrian Punschkrapferl, which is a tiny sweet rum-cake with pink icing. I wanted to bake them myself for a long time, but I couldn´t find a proper recipe. So I improvised a bit. It is very similar to the original Punschspitz, very good, but a lot of work – like Cakepops. 

Zutaten / Ingredients:

Teig / dough:

  • 2 Eier / 2 eggs
  • 80g Kristallzucker / 80g granulated sugar
  • 60g Mehl / 60g flour

Füllung / filling:

  • 150g dunkle Schokolade / 150g dark chocolate
  • 1 Packerl Vanillezucker / 1 tbs vanilla sugar
  • 45g Ribiselmarmelade oder –gelee / 45g red currant jam or jelly
  • 10g Kochkakao / 10g cacao for baking
  • 5cl Rum (für Kinder einfach Milch oder Orangensaft verwenden) / 5cl rum (you can use milk or orange juice as well)
  • etwas Milch / some milk

außerdem / others:

  • Punschglasur / pink icing

Zubereitung / Preparation:

  1. Eier mit Zucker etwa zehn Minuten schlagen bis eine feste Masse entsteht. Das Mehl unterheben.
  2. In einer kleinen Tortenform 20min bei 180°C backen.
  3. Die oberen 2/3 des Teigs zerbröseln, aus dem Boden circa 1cm dicke Kreise mit 3-5cm Durchmesser ausstechen. Ich habe dafür einen Keksausstecher benutzt.
  4. Für die Füllung die Schokolade schmelzen und mit den Kuchenbröseln vermischen. Die restlichen Zutaten für die Füllung dazu mischen und zu einer klebrigen Masse verrühren.
  5. Jeweils einen gehäuften Esslöffel der Füllung auf einen Kreis geben und zu einem Kegel formen, wobei der Biskuitkreis den Boden bildet.
  6. Die Kegel mit Punschglasur überziehen. Das ist eine ziemliche Patzerei. Eine gute Alternative ist auch Staubzucker mit Zitronensaft und pinker Lebensmittelfarbe vermischen und über die Punschspitze gießen. Das werde ich das nächste Mal machen, die fertige Glasur hat mich nicht überzeugt.

 

  1. Beat eggs with sugar about 10min until stiff. Gently fold in the flour.
  2. Bake in a tart mould with about 20cm diameter 20min at 180°C.
  3. Cut the cake horizontally. Crumble the upper 2/3 of the cake and put them in a bowl. Cut out cylinders with 3-5cm diameter of the lower part of the cake. I used a cookie cutter.
  4. Melt the chocolate for the filling and combine it with the cake-crumbles. Add vanilla sugar, jam, cacao and rum. It should become a sticky mass.
  5. Take one big tablespoon of the filling for every cake cylinder and try to form a cone. The cylinder should be the bottom of your Punschspitz.
  6. Decorate the cones with pink icing. If you want to do it yourself just combine confectioners sugar, lemon juice and pink or red food colouring.

Amerika Torte (original Sachertorte)

Sachertorte

Heute hab ich Besuch von Christina bekommen. Sie ist eigentlich keine Bäckerin sondern Fotografin und hat ihren eigenen Blog mit tollen Fotoshootings und Projekten von ihr. Klick

Vor einiger Zeit hat sie ihrem Freund anlässlich ihrer Amerika-Reise eine Sachertorte in USA-Flaggen-Form gebacken, die ich so toll fand, dass ich sie bat, einen Beitrag auf meinem Blog zu veröffentlichen. Netterweise hat sie das getan und hier ist ihr Rezept aus dem original Sacherkochbuch mit Beschreibung der Rollfondant-Dekoration.

Zutaten:

Teig:

  • 130g Butter
  • 110g Staubzucker
  • Vanille
  • 6 Eidotter
  • 130g Kochschokolade
  • 6 Eiklar
  • 110g Kristallzucker
  • 130g Mehl
  • Marillenmarmelade

Glasur:

  • fertige Glasur von Manner

Überzug:

  • Weißes Rollfondant
  • Blaues Rollfondant (Navy Blue)
  • Rotes Rollfondant (Poppy Red)
  • Jede Menge Staubzucker

Zubereitung:

Die leichterwärmte Butter wird mit dem Staubzucker und Vanille schaumig gerührt. Die Eier trennen und nach und nach 6 Dotter beifügen. Mit einem Schneebesen die vorgewärmte Schokolade einrühren. Jetzt wird der Schnee von den Eiklar geschlagen mit dem Kristallzucker steifgeschlagen und vorsichtig mit dem Kochlöffel in die obige Masse gerührt. Anschließend wird das Mehl vorsichtig beigemengt (am Besten einmeliert).

Ich habe den Teig nicht wie üblich in einer runden Springform gebacken, sondern habe ein Blech mit Backpapier ausgelegt und den Teig darauf verteilt.

Das Sacherkochbuch empfiehlt, die Torte ca. 1h 15 Minuten im Backrohr zu lassen, und die ersten 15Minuten einen leichten Spalt offen zu lassen, damit sich der Teig hebt. Nachdem ich ja eine flache Oberfläche für die Flagge brauchte habe ich das nicht gemacht. Nachdem der Teig ja nur sehr dünn war, habe ich die Torte nicht ganz so lange im Rohr gelassen, am Besten immer wieder mal kontrollieren und nach Gefühl herausnehmen.

Die Torte nach der Backzeit aus dem Rohr nehmen und abkühlen lassen. Ich habe sie dann ca. bei der Hälfte des Blechs geteilt, aufeinander gelegt und den überschüssigen Rand abgeschnitten. So erhält man die Form der Flagge. Der „Zwischenraum“ wird reichlich mit Marillenmarmelade bestrichen, man sollte aber darauf achten, dass sie seitlich nicht herausgedrückt wird. Ich habe auch auf die Unterseite des oberen Teils der Torte Marmelade gestrichen, damit sie ein wenig in den Kuchen „einziehen kann“.

Danach die Torte mit der Glasur bestreichen und auskühlen lassen (evt. in den Kühlschrank, damit sie schneller hart wird).

Für das Rollfondant eine Unterlage ohne Muster verwenden und reichlich mit Staubzucker bestreuen. Achtet darauf, dass ihr keine größeren Klumpen dabeihabt, die drücken sich sonst in das Fondant und gehen nicht mehr weg.

Ich hatte 1kg weißen Rollfondant brauchte aber nur ein etwas mehr als die Hälfte. Auch den Teigroller (Nudelwalker) immer mit Staubzucker einreiben, er bleibt sonst am Fondant kleben. Die Masse so weit es geht und so dünn es geht ausrollen und vorsichtig von der Unterlage lösen. Ich musste es dreimal neu machen, weil ich einmal zu wenig Fondant für die Größe der Torte hatte und es mir einmal beim loslösen zerrissen ist… also keine Angst, es dauert einfach etwas 😉

Das ausgerollte Fondant über die Torte legen, überschüssiges Fondant wegschneiden und mit einem Buttermesser noch ein wenig glattstreichen und andrücken, bei den Ecken vorsichtig agieren.
Gespannt war ich auf das bunte Fondant, ob es sich nicht verfärbt, wenn man es mit dem weißen Staubzucker mischt, aber das war kein Problem. Reinigt nur die Unterlage öfter und achtet darauf, dass keine Fondant-Klümpchen mehr draufkleben oder Staubzucker-Brocken, die bleiben im bunten Fondant haften und es sieht nicht besonders schön aus. Von dem blauen und roten Fondant habe ich kaum etwas gebraucht (ich hatte 250g je Farbe und habe maximal 100g gebraucht). Aus dem blauen Fondant habe ich ein Rechteck als Unterlage für die Sterne gemacht, das Rote brauchte ich für die Streifen und aus dem restlichen weißen Fondant habe ich die Sternchen mit einem Keksausstecher herausgelöst. Leider hatten sie nicht genug Zacken, aber das fiel nicht so auf 😉

Die Torte war sehr lecker, für den ersten Versuch mit Rollfondant ist sie eigentlich ganz hübsch geworden.

Sachertorte

Sachertorte

Anlässlich des heutigen „Chocolate-Cake-Day“ hab ich mal einen ganz traditionellen Schokokuchen gebacken – eine Sachertorte. Ehrlich gesagt bin ich kein so großer Sachertorten-Fan. Meistens ist sie zu trocken und schmeckt irgendwie alt und fad. Vielleicht hatte ich bisher einfach Pech, denn irgendwas muss diese Torte schon an sich haben, das sie so berühmt gemacht hat. Dieses Rezept ist aus einem alten Kochbuch über die österreichische Küche, ich hab es allerdings ein wenig verändert und war mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Die Schokotorten, die ich bisher gepostet habe, schmecken mir zwar besser, aber für eine Sachertorte kann sich diese Torte auf jeden Fall sehen lassen.

Zutaten:

  • 140g dunkle Schokolade
  • 120g Butter
  • 6 Eier
  • 100g Staubzucker
  • 2 El Kristallzucker
  • 2 El Backkakao
  • 80g Mehl
  • 1 Tl Backpulver
  • etwa 5 sehr großzügige El Marillenmarmelade
  • 150g dunkle Schokolade und etwas Milch für die Glasur

Zubereitung:

  1. Die Schokolade zusammen mit der Butter schmelzen. Eier trennen und die Dotter unter die Schokoladen-Butter-Mischung rühren. Staubzucker einrühren.
  2. Das Mehl mit dem Backpulver und dem Kakao vermischen und dazu geben.
  3. Eiklar mit Kristallzucker zu steifem Schnee schlagen und vorsichtig unterheben (nicht zu viel rühren!).
  4. In einer 22-24cm Springform 50min bei 180°C backen. Danach in der Form etwas auskühlen lassen.
  5. Noch warm einmal in der Mitte durchschneiden. Den unteren Boden mit passierter Marillenmarmelade bestreichen, den zweiten Boden aufsetzen und die ganze Torte mit der Marmelade einstreichen.
  6. Schokolade mit Milch schmelzen (ich mach das nach Gefühl, die Schokoladenglasur soll eher flüssig sein, damit man einen schönen Überzug hinbekommt). Die Glasur über die Torte gießen und wenn nötig mit einem großen, sauberen Messer verstreichen.